Fremdkörper wie Kugelschreiber können Textilien und Maschinen beschädigen. E-Zigaretten stellen ein zusätzliches Risiko dar, da ihre Batterien zu einer Zündquelle werden können.
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Brände gehören zu den Risiken, mit denen sich Wäschereileiter häufig beschäftigen, über die jedoch selten gesprochen wird. Industrielle Wäschereien vereinen Hitze, Textilien, Flusen und lange Betriebszeiten. Jeder in der Branche kennt eine Wäscherei, die durch einen Brand Produktionszeit, Teile ihres Gebäudes oder sogar einen Kundenvertrag verloren hat.
Wir entwickeln und bauen Wäschereimaschinen, sind jedoch keine Brandschutzexperten. Die Gesamtverantwortung für den Brandschutz liegt beim Betreiber der Wäscherei und wird durch nationale Gesetzgebung, Versicherungsanforderungen und die täglichen Abläufe des in der Wäscherei tätigen Teams bestimmt. Unser Beitrag besteht darin, Maschinen so zu konstruieren, zu überwachen und zu warten, dass potenzielle Zündquellen reduziert und die Folgen eines möglichen Störfalls begrenzt werden. Ein wirksamer Brandschutz hängt daher davon ab, dass jeder seinen Teil beiträgt: der Wäschereibetreiber, die Behörden, der Versicherer, der Maschinenlieferant sowie die Personen, die die Anlagen bedienen und warten.
Im Laufe der Jahre haben wir mehrere Bereiche identifiziert, in denen ein Maschinenhersteller einen sinnvollen Beitrag leisten kann.
Der beste Brandschutz beginnt vor der ersten Wäsche
Viele potenzielle Brandgefahren gelangen bereits mit der Schmutzwäsche in die Wäscherei. E-Zigaretten, Lithiumbatterien, Feuerzeuge und andere Fremdkörper können die Sortierung und den Waschprozess durchlaufen, bevor sie einen Trockner erreichen. Sie so früh wie möglich zu erkennen, ist daher ein wichtiger Bestandteil der Brandvermeidung.
Eine automatisierte Schmutzwäschesortierung mit intelligenter, röntgenbasierter Erkennung kann dabei helfen, Fremdkörper zu identifizieren, bevor sie weiter in den Prozess gelangen. Gleichzeitig muss das Team an den manuellen Sortierstationen wissen, worauf zu achten ist und wie es reagieren muss. Eine potenzielle Gefahrenquelle zu Beginn des Prozesses zu entfernen, ist wesentlich einfacher, als sie zu einem späteren Zeitpunkt zu kontrollieren.
Auch der Waschprozess spielt eine wichtige Rolle, insbesondere wenn Textilien Rückstände von Öl oder Fett aus Industriebetrieben, Küchen oder Wellness-Einrichtungen enthalten. Eine gründliche Benetzung in der Vorwaschzone, unterstützt durch Lösungen wie QuickSoak in der ersten Kammer, kann dazu beitragen, dass sich diese Rückstände nicht im Wäschestück konzentrieren. Anschließend muss der Spülprozess die verbleibenden Rückstände wirksam entfernen, bevor die Wäsche getrocknet wird.
Je nach Anwendung und Risikobeurteilung können Tunnelwaschanlagen zudem mit explosionsgeschützten Komponenten ausgestattet werden, um die durch Funkenbildung verursachte Zündgefahr zu reduzieren.
Wie Maschinen helfen können, Überhitzung zu verhindern
Die Maschine selbst ist der zweite Bereich, in dem ein Hersteller einen Beitrag leisten kann.
Bei Trocknern kann eine Infrarotüberwachung eingesetzt werden, um die Wäsche zu überwachen und dabei zu helfen, eine Überhitzung zu verhindern. Eine im Trockner installierte Sprinkleranlage kann das Risiko eines möglichen Brandes direkt in der Trommel reduzieren, bevor sich dieser auf andere Teile der Maschine ausbreitet. Durch eine eigene Stromversorgung kann ein solches System auch dann betriebsbereit bleiben, wenn der Trockner bereits ausgeschaltet wurde.
Wie bei allen sicherheitsrelevanten Einrichtungen müssen Konstruktion und Ausführung der Maschine den geltenden gesetzlichen Vorschriften und relevanten Sicherheitsstandards entsprechen, beispielsweise durch die Verwendung nicht brennbarer Isoliermaterialien. Der gleiche Schutz ist je nach Konfiguration auch für den Omega-Tunnelfinisher verfügbar.
Wenn der Trockner stoppt, geht die Prävention weiter
Auch kontrollierte Abkühlphasen sind wichtig. Wäsche, die den Trockner noch zu warm verlässt, kann sich in einem Wagen oder Sack weiter erhitzen, insbesondere wenn sie Öl- oder Fettrückstände enthält. Eine Restfeuchteüberwachung unterstützt dasselbe Ziel.
Wenn getrocknete Wäsche komprimiert wird, kann die Temperatur im Inneren der Ladung ansteigen. Ein zwischen dem Trockner und dem Wäschesack positionierter Infrarotsensor kann dabei helfen, diese Temperatur zu überwachen, bevor die Wäsche die Maschine verlässt.
Eine gute Betriebshygiene beginnt ebenfalls bereits bei der Konstruktion. Flusen- und Faserablagerungen sind bekannte potenzielle Zündquellen. Filter, Reinigungsstellen und Inspektionsbereiche müssen daher leicht zugänglich sein. Eine Reinigungsaufgabe, die schwierig oder zeitaufwendig ist, wird früher oder später vernachlässigt.
Dasselbe Prinzip gilt für Verschleißteile. Verschlissene Lager, durchrutschende Riemen und andere mechanische Defekte können Reibungswärme erzeugen. Thermischer Schutz und gut zugängliche Wartungspunkte sind daher sowohl Sicherheitsmerkmale als auch wichtige Aspekte der Instandhaltung.
Warum Wartung Teil der Brandprävention ist
Ein Wartungsvertrag wird häufig in erster Linie als Maßnahme zur Sicherstellung der Anlagenverfügbarkeit betrachtet. Er leistet jedoch auch einen Beitrag zur Brandprävention. Definierte Reinigungsintervalle, dokumentierte Inspektionen und geeignete Ersatzteile tragen dazu bei, die Anlagen in dem vom Hersteller vorgesehenen Zustand zu halten. Gleichzeitig liefern sie der Wäscherei und ihrem Versicherer einen Nachweis darüber, dass relevante Sicherheitsmaßnahmen eingehalten und instand gehalten werden.
Digitale Werkzeuge bieten eine weitere Schutzebene. Maschinen, die Temperaturen, Betriebszeiten und Abweichungen melden, können einer Wäscherei dabei helfen, Veränderungen zu erkennen, bevor daraus ernstere Probleme entstehen. Ein Trockner, der für denselben Posten allmählich längere Prozesszeiten benötigt, kann beispielsweise auf ein Problem mit dem Luftstrom, der Heizung, den Sensoren oder einer anderen Komponente hinweisen.
Maschinendaten können Inspektionen oder das Urteil erfahrener Mitarbeiter nicht ersetzen. Sie können Teams jedoch dabei unterstützen, zu erkennen, wann ein Prozess beginnt, von den normalen Betriebsbedingungen abzuweichen.
Was sollte vor der Inbetriebnahme entschieden werden?
Einige der wertvollsten Maßnahmen zur Brandprävention werden lange vor dem ersten Waschzyklus festgelegt. Das Layout der Anlage, die Luftführung, die Abstände zwischen den Maschinen, der Zugang für Reinigung und Wartung sowie die Position von Brandabschnitten sind Teil der Projektplanung. Diese Entscheidungen beeinflussen sowohl den Brandschutz als auch die Zuverlässigkeit des Prozesses.
Es lohnt sich außerdem, den Versicherer und andere relevante Fachleute frühzeitig einzubeziehen. Deren Anforderungen können die Auswahl und Positionierung von Maschinen, Brandschutzsystemen und baulichen Maßnahmen beeinflussen.
Nach der Inbetriebnahme sind die Schulung der Mitarbeiter und klare Arbeitsanweisungen unerlässlich. Ein gut geschultes Team, das versteht, warum ein Filter in jeder Schicht gereinigt werden muss, kann wirksamer sein als jeder zusätzliche Sensor. Brandschutz ist kein einzelnes technisches Merkmal. Er ist das Zusammenspiel geeigneter Ausrüstung, zuverlässiger Prozesse, regelmäßiger Wartung und aufmerksamer täglicher Bedienung.
Brandschutz ist Verantwortung aller
Brandschutz ist Bestandteil einer verantwortungsvollen Entwicklung von Maschinen und Anlagen. Er zeigt sich in der Art und Weise, wie Maschinen konstruiert, überwacht und gewartet werden, sowie in der Fachkompetenz, die in unseren Engineering-, Service- sowie Health-&-Safety-Teams zur Verfügung steht.
Gleichzeitig erheben wir nicht den Anspruch, eine vollständige Lösung für den Brandschutz in einer Wäscherei bereitzustellen. Die Gesamtverantwortung bleibt beim Wäschereibetreiber und richtet sich nach den geltenden gesetzlichen Vorschriften, den Anforderungen des Versicherers und den lokalen Risikobeurteilungen.
Unsere Verantwortung besteht darin, unseren Teil beizutragen: vermeidbare Wärme- und Zündquellen zu reduzieren, Reinigung und Wartung praktikabel zu gestalten und Maschinen bereitzustellen, die den Bedienern helfen, abnormale Betriebsbedingungen frühzeitig zu erkennen.
Wenn Sie über die Brandprävention in Ihrer eigenen Anlage sprechen möchten, wenden Sie sich bitte an Ihren JENSEN Ansprechpartner. Gerne beziehen wir die zuständigen Engineering- und Servicespezialisten in das Gespräch mit ein.
Trocknen erfordert Wärme. Brandschutz beginnt mit ihrer Kontrolle.
Der ODIN.Xray-Scanner nutzt künstliche Intelligenz, um Fremdkörper zu erkennen und auszusortieren, bevor sie in den Waschprozess gelangen. Mit mehr als 10 Jahren Erfahrung im Bereich der KI-Technologie entwickeln und optimieren wir intelligente Lösungen kontinuierlich weiter, während andere noch dabei sind, die richtige Lösung zu finden.