Das Staufer-Team ist begeistert von der deutlichen Effizienzsteigerung des UniQ Tunnelwaschers (von links nach rechts: Betriebsleiter Klaus Taubenberger mit Dimitri Tsepa und Matthias Schöll)
Neuigkeiten für die Region DACH
Mit der UniQ definiert JENSEN die Massstäbe im Waschen für Berufsbekleidung neu – technisch präzise, prozesssicher und nachweislich validiert.
Industrielle Wäschereien für Berufsbekleidung stehen vor einer besonderen Herausforderung: höchste Waschleistung bei gleichzeitig absolut zuverlässiger Farbtrennung. Insbesondere beim Wechsel zwischen stark verschmutzter farbiger Berufsbekleidung und weisser Ware ist Prozesssicherheit entscheidend, um Vergrauung oder Verfärbung zuverlässig zu vermeiden. In vielen am Markt etablierten Systemen, die im stehenden Bad arbeiten, ist es deshalb üblich, die einzelnen Posten durch eine Leerkammer zu trennen. Diese reduziert zwar das Risiko einer Farbübertragung, führt jedoch zu Produktionsverlusten und verringert die Gesamteffizienz der Anlage. Mit dem UniQ Tunnelwascher zeigt JENSEN, dass es auch anders geht.
Praxiserfolg bei Staufer Textilpflege in München
Die DBL Staufer Textilpflege GmbH in München zählt zu den führenden Betrieben für die Aufbereitung von Berufsbekleidung in Süddeutschland. Als Mitglied des bundesweiten DBL-Verbundes versorgt das Unternehmen zahlreiche Kunden aus Handwerk, Industrie, Gastronomie und Dienstleistung mit hygienisch einwandfrei aufbereiteter Mietberufsbekleidung. Die Wäscherei arbeitet mit hochautomatisierten Prozessen und modernen Produktionsanlagen, um grosse Mengen unterschiedlichster Textilien zuverlässig und effizient zu bearbeiten. Aufgrund der hohen Anforderungen an Qualität, Farbtrennung und Prozessstabilität stellt der Betrieb besonders anspruchsvolle Bedingungen an die eingesetzte Wäschereitechnik – ideale Voraussetzungen, um innovative Lösungen wie den JENSEN UniQ Tunnelwascher unter realen Produktionsbedingungen zu testen.
Bei der Staufer Textilpflege in München wurde die Farbtrennung unter realen Produktionsbedingungen umfassend getestet. Das Ergebnis ist eindeutig: Farbige und weisse Berufsbekleidung kann ohne Leerkammer bearbeitet werden. Der Wechsel von farbig auf weiss erfolgt direkt, ohne produktionsbedingte Unterbrechung – schwarz auf weiss belegt.
Alle relevanten Kriterien wurden erfüllt. Die Anlage arbeitet nach den geltenden RAL-Richtlinien und gewährleistet selbst beim unmittelbaren Farbwechsel eine sichere Trennung. Die Reinigung der Kammern erfolgt während des laufenden Wäschetransports. Dadurch entfällt die Notwendigkeit von Leerkammern vollständig. Der Prozess wird dadurch sowohl sicherer als auch schneller, was einer echten Win-win Situation entspricht. Dies führt unmittelbar zu höherer Produktionsleistung und einer deutlich verbesserten Maschinenauslastung.
Für den Kunden bedeutet das konkret: höhere Kapazität bei gleichbleibender Qualität und das bei maximaler Prozessstabilität. Die Rückmeldung aus München ist entsprechend positiv.
„Während der Validierungsphase in Zusammenarbeit mit JENSEN und dem Forschungsinstitut Hohenstein sind wir gemeinsam bis an die Grenzen des technisch Machbaren an dieser Anlage gegangen. Die erzielten Ergebnisse haben mich äusserst positiv überrascht: Bei sämtlichen Kontrollen, insbesondere beim direkten Übergang von farbiger Berufsbekleidung auf Weisswäsche ohne Leerkammer, wurden durchgängig Grundweisswerte von mindestens 89 erreicht,“ berichtet Klaus Taubenberger, Produktionsleitung Staufer Textilpflege München.
Wissenschaftlich validiert: Untersuchungen durch das Forschungsinstitut Hohenstein
Die technische Leistungsfähigkeit der UniQ wurde zusätzlich durch das renommierte Forschungsinstitut Hohenstein überprüft. Ziel der Untersuchung war es, die Farbtrennung sowie die Waschqualität unter realitätsnahen Bedingungen zu analysieren.
Für die Tests wurden stark verschmutzte farbige Berufsbekleidung und weisses Mischgewebe eingesetzt. Aufgrund der An- und Auslieferungslogistik werden Wäscheposten in der Praxis in vorbereiteten Posten angeliefert, wodurch die Reihenfolge der Bearbeitung festgelegt ist. Eine flexible Umplanung ist nicht möglich, weshalb eine strikte Trennung innerhalb der Flottenführung in der Taktwaschanlage zwingend erforderlich ist.
In der Praxis kann somit auf einen stark verschmutzten farbigen Posten unmittelbar ein weisser Mischgewebeposten folgen. Bei konventionellen Systemen im stehenden Bad wird dieser Übergang üblicherweise durch eine Leerkammer abgesichert. Im Fall der UniQ 75-9 wurde während der Testdurchführung bewusst entschieden, die Anlage dank ihrer technischen Voraussetzungen ohne Leerfächer zu betreiben.
Das eingesetzte Waschverfahren basierte auf einem 70°C-Prozess unter Verwendung handelsüblicher Wasch- und Waschhilfsmittel. Die Bearbeitung der Wäsche erfolgte in der gesamten Taktwaschanlage in stehenden Bädern.
Entscheidend für die sichere Farbtrennung ist die spezielle Hochdruckreinigungs-einrichtung in den Kammern 2, 3, 4 und 9. Diese ist beidseitig an den Doppeltrommeln in der Farbwechselposition installiert und reinigt sowohl die Innen- als auch die Aussenseite der Doppeltrommel gezielt während des Prozesses. Dadurch werden Farbpartikel sowie Öl- und Schmierstoffrückstände zuverlässig entfernt, bevor der nächste Posten in die jeweilige Kammer einläuft. Unterstützt wird dieser Effekt durch die speziell gestaltete Doppeltrommelkonstruktion der UniQ.
Das Ergebnis: Nach einem farbigen Posten kann unmittelbar, ohne Leerkammer, ein weisser Posten bearbeitet werden.
Konsequente Flottenführung und getrennte Rückgewinnung
Ein weiterer technischer Schlüssel zur vollständigen Farbtrennung liegt in der optimierten Flottenrückgewinnung. Farbiges und weisses Wasser werden konsequent getrennt und anschliessend in separate Rückgewinnungstanks geführt. Auch die Rückgewinnungstanks und Bogensiebe sind strikt nach Farben (farbig und weiss) getrennt ausgeführt.
Diese klare Trennung stellt sicher, dass keine Vermischung erfolgt. Die Farbtrennung wird dadaurch mechanisch und auch hydraulisch abgesichert. Das System erfüllt damit höchste Anforderungen an Prozesssicherheit und Reproduzierbarkeit.
Bestätigte Waschqualität nach Hohenstein-Kriterien
Die am Ende der Tests dokumentierten Maschinenparameter wurden vollständig aufgenommen und gesichert. Das Forschungsinstitut Hohenstein bestätigte, dass die Waschergebnisse den Vorgaben entsprechen und sie sogar übertreffen.
Bei der Bewertung der Selbstglättung wurde das Warenbild nach dem Finishprozess analysiert. Hierzu wurde die Ware sowohl direkt nach der Zentrifuge als auch nach dem regulären Produktionsablauf beurteilt. Das Ergebnis: Es konnte kein Unterschied festgestellt werden und die Bewertung fiel somit entsprechend gut aus.
Auch bei der Bestimmung der Weissqualität zeigte sich die Leistungsfähigkeit der UniQ-Technologie. Die Farbtonabweichung befand sich in allen Versuchen im vorgegebenen Bereich. Damit wurde nachgewiesen, dass die Reinigung der Kammern nach einem farbigen Posten technisch einwandfrei funktioniert. Die Bestimmung der Sekundärwaschwirkung ergab ebenfalls positive Werte.
„Auch nach Abschluss der Validierungsphase führen wir bis heute monatliche Waschgangkontrollen über das Forschungsinstitut Hohenstein durch. Diese fortlaufenden Prüfungen bestätigen eindeutig, dass der geforderte Weissgrad von >90 über einen langen Zeitraum konstant und zuverlässig eingehalten wird,“ bestätigt Betriebsleiter Klaus Taubenberger. „Damit bietet die Anlage für uns ein hohes Mass an Prozesssicherheit und Effizienz. Durch den leerkammerfreien Postenwechsel erreichen wir eine Einsparung von täglich 8‘000 Liter Frischwasser bei gleichzeitiger Erhöhung des Outputs um 25%, bezogen auf eine Waschstrasse mit üblichem Leerkammersystem. So ergibt sich eine deutliche Effizienzsteigerung unserer Anlage sowie ein signifikanter Beitrag zur Ressourcenschonung.“
Technologischer Vorsprung im Formteile-Segment
Mit diesen Ergebnissen unterstreicht JENSEN seine Position als Anbieter des vielseitigsten und effizientesten Tunnelwascher im Bereich der Berufsbekleidungswäschereien. Die UniQ kombiniert mechanische Präzision, intelligente Hochdruckreinigung, konsequente Medienführung und getrennte Flottenrückgewinnung zu einem Gesamtsystem, das in dieser Form einzigartig ist.
Der Verzicht auf Leerkammern bedeutet Prozesssicherheit und vor allem höhere Produktivität. Die Anlage arbeitet schneller, wirtschaftlicher und mit höherer Auslastung. Gleichzeitig werden alle Qualitätskriterien erfüllt, schwarz auf weiss dokumentiert.
Industrielle Wäschereien profitieren dadurch von einem messbaren Wettbewerbsvorteil: mehr Durchsatz, geringere Stillstandszeiten und maximale Sicherheit bei anspruchsvollen Farbwechselprozessen und somit auch mehr Umsatz.
Die JENSEN UniQ ist damit sowohl eine technische Weiterentwicklung und zugleich ein echter Innovationsschritt in der Bearbeitung von Berufsbekleidung.
Entscheidend für die sichere Farbtrennung ist die spezielle Hochdruckreinigungseinrichtung an den Doppeltrommeln in der Farbwechselposition.
Der leerkammerfreie Postenwechsel trägt auch zur Ressourcenschonung bei den nachfolgenden Arbeitsschritten bei.